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04. Jul 2022 12:55 Uhr
Rückblick auf Kundl: 1st. Race KINI Alpencup 2022...
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KINI Alpencup 2022 - 1st. Race in Kundl/Tirol/AUT
Rennbericht & Rückblick auf das Wochenende in Kundl


Das AUS von Arco und St. Anna reißt ein großes Loch in den Terminkalender und die Aussichten sind damit eingetrübt, umso mehr ein Grund einen genaueren Rückblick auf Kundl zu werfen und sich noch einmal den Geschmack dieses Rennwochenendes auf der Zunge zergehen zu lassen….





KINI Alpencup 2022 – Auftakt/1st. Race in Kundl/Tirol:
Der MC Kundl hält wieder aufs Neue, was er verspricht - perfekte Bedingungen auf und neben der Crosspiste, unspektakuläre Abwicklung der Nennungen (trotz der vielen Nachnennungen), chillige Stimmung und professionelle Übersicht auf das Renngeschehen. MC Kundl, fast schon ein Markensiegel im KINI Alpencup und das seit beinahe 25 Jahren in gleichbleibender Qualität. Das muss erst einmal einer nachmachen. Unter diesen Voraussetzungen hatte wohl auch der Wettergott ein Einsehen und nach mehreren leichten Regenschauern über den Tag, lachte gegen Ende des Tages sogar ein wenig die Sonne vom Himmel und freute sich mit den zahlreich angereisten Rennpiloten über einen wahrlich gelungenen Auftakt zum KINI Alpencup 2022.
Am ersten Tag bereits 158 Teilnehmer am Start und sorgten so in allen Klassen für gefüllte Startgitter. Wie immer heiß umkämpft die MasterPro/GoldenLeague und die MX2 Sport, die die heißesten Runden in den Weinberg von Kundl brannten. Natürlich waren auch in den anderen Klassen die Racer nicht minder motiviert unterwegs und so lieferten Alle eine große Show für einen Samstag bereits ansehnliche Zuschauermenge ab.

Fotos Kundl: KINI Alpencup 2022 - Fotos Kundl

TV-Beitrag vom Rennen in Kundl: Rennbericht TV - Kundl/Tirol

Ergebnisse Kundl: Alle Ergebnisse bis ins Detail - KINI Alpencup - Kundl


   


50ccm:
Die Jüngsten eröffneten wie immer den Renntag und Jonas Sulzenbacher stürmte mit unbändigem Drang und gewaltigem Speed in beiden Läufen an Front und holte sich gleich das erste Punktemaximum in Kundl ab. Dahinter hielt Emilian Weber in beiden Läufen die restlichen Fahrer in Schach und stellte sich neben Sulzenbacher auf den 2. Stockerlplatz. Hart umkämpft ging es um Platz 3 in der Tageswertung. Hatte im 1. Lauf noch Marc Marini die Nase vorne, musste er sich im 2. Umlauf der Südtirolerin Shila Pichler beugen und damit sicherte sich Pichler trotz Punktegleichstand noch den letzten Stockerlplatz. Die Top5 komplettieren Marc Marini und Elias Hau. Bei den 9 angetretenen 50ccm Racern war vom fast schon abgebrühten „Highspeed-Gasdreher“ bis zum „Ich fahr mein erstes Rennen und schau mal wie es mir gefällt…“ alles dabei und es war eine wahre Freude die Kids anzufeuern und beim Rundenspulen zuzuschauen!



   

65ccm:
Nächste Klasse – nächster Level – nächster Fahrer, der sich das Punktemaximum holt. In beiden Läufen zeigt Liam Pichler groß auf, liefert 2 makellose Läufe und reist mit satten 50 Punkten gen Süden nach Hause.
Mit ebenfalls gleichbleibenden Leistungen in beiden Läufen positionieren sich Julian Verta und Nicolas Nyvelt am Stockerl, während Elias Tschugg und Luis Happ es noch in die Top5, der mit 14 Fahrern gut besetzten 65ccm Klasse schaffen. Hier sieht man schon jede Menge Biss und wenig „ich fahr mal so zur Gaudi“, wobei der Spass ja niemals zu kurz kommen sollte….!


   


85ccm:
Die 85ccm-Klasse wie immer am Sonntag platziert, eröffnete so auch den Renntag am Sonntag und was soll man sagen? Haufenweise Racer, die selbst vor dem großen Table nicht zurückschrecken, diesen souverän nehmen und am Gas hängen, als wäre es das Einfachste der Welt!
Einen Tick schneller als der Rest dabei Alexandro Buberl, der sich den ersten Lauf noch ziemlich sicher holt und auch im 2. Umlauf die Oberhand über Mick Roder behält. Roder hier schon deutlich stärker am Zug, muss er sich Buberl mit 3sec. Abstand geschlagen geben. Hinter den beiden fährt Paul Kröll sein eigenes Rennen und holt sich den letzten Stockerlplatz.  Auch in dieser Klasse holt sich somit ein Fahrer das Punktemaximum aus dem mit 20 Fahrern stark besetzten 85ccm-Feld mit nach Hause, während sich Elias Philipp und Louis Wolff mit Punktegleichstand das Match um die Plätze der Top5 untereinander ausmachen.


   


MX2 Jugend:
Springen wir zurück zum Tag1 – Samstag und hier geht die MX2 Jugend mit satten 23 Fahrern an den Start. Als Hero dieser Klasse stellt sich Fabio Payer ins Scheinwerferlicht, der vor allem im 1. Lauf mit viel Speed einen satten Vorsprung ins Ziel bringt. Im 2. Race kommt Michael Rabensteiner besser in Fahrt, muss aber Payer mit 5sec. Abstand schlussendlich ziehen lassen. Hinter den beiden zieht David Gimps unerschütterlich seine Runden und stellt sich mit den beiden aufs Tagespodest. Pech hingegen für Fabio Hauser, der mit Platz 4 im 1. Lauf noch groß aufzeigt, im 2. Lauf aber in der 4. Runde die Segel streichen muss und sich mit Tagesrang 12 zufriedengeben muss. Des einen Pech, das andern Glück in diesem Fall für Gabriel Reumüller, der im 1. Lauf noch nicht sein Tempo gefunden hatte, dafür aber im 2. Lauf umso mehr am Gas hing – Platz 9 und 4 reichen am Ende noch für die Top5 hinter Colin Weiler, der sich beide Male Platz 5 holt.


   


MasterPro/GoldenLeague:
Viele Male wurde diese Klasse schon beschrieben und was soll man sagen? Satte, volle 37 bis in die letzten Haarspitzen motivierte und mit vielen, vielen Jahren an Rennerfahrung gesegnete Vollblutracer stehen am Gatter und lassen wieder einmal vergessen, welche Altersklasse sich da unter dem Helm verbirgt. Im feschen Crossgwandl kaum von den Jungspunden zu unterscheiden, ist dieser Aspekt ab dem Fall des Startgatters sowieso hinfällig. Start frei und es gibt nur noch eines – Vollgas, als gäbe es kein Morgen mehr….!!
Eindrucksvoll bestätigte dies Guido Tschugg, der sich überlegen beide Läufe krallte und keinen Zweifel über den Tagessieg aufkommen ließ. Fast ebenso souvrän dahinter Sascha Ring, der den Rest des Feldes in Schach hielt und sich jeweils Platz 2 sicherte. Hinter den Beiden ging es schon abwechslungsreicher zur Sache, so stellten sich in Lauf 1 Thomas Schilcher, Harald Eisenmann und Erich Schiefer noch in die Top 5, während sich in Lauf 2 Eisenmann, Martin Niedermair und Schiefer hinter Tschugg und Ring einreihten.

Volles Feld, volles Gatter und schlussendlich eine sehenswerte Show vor einer für einen Samstag bereits beeindruckenden Zuschauerkulisse, die zum Abschluss des Samstags noch die MX2 anfeuern konnte…

MX2:
Die 74 Starter der MX2 wurden wie gewöhnlich nach dem Zeittraining eingeteilt und so füllte man in Kundl das Gatter mit jeweils 37 Fahrer in der MX2 Sport und MX2 Hobby.

 


MX2 Hobby:
Hier lieferten sich Tobias Tscholl und Marcel Hörhager einen heißen Fight um den Platz an der Sonne. Konnte sich Hörhager in Lauf 1 noch durchsetzen, musste er im 2. Lauf Tscholl den Vortritt lassen und somit trotz Punktegleichstand auch der Tagessieg an Tobias Tscholl vor Marcel Hörhager. Als Dritter im Bunde setzte sich Justus Profanter mit einer vor allem im 2. Lauf starken Fahrt durch. Genau diesen verhaute Roland Schedel und musste sich trotz Platz 3 im 1. Lauf mit Tagesrang 4 zufrieden geben. Die Top5 rundet Florian Kolland  mit 2 konstanten Fahrten ab.


   


MX2 Sport:
Mit einem Feuerwerk beschloss die MX2 Sport den Samstag und boten den Anwesenden einiges fürs Auge. Allen voran Thomas Neid, der sich bei seinem Heimrennen nicht die Butter vom Brot stehlen lassen wollte. So kam es dann auch und Neid holte sich mit viel Speed beide Laufsiege zum Tagessieg. Viel Speed zeigte auch Marcel Krimbacher, der nicht weniger motiviert in die Rennen startete, aber nach grandioser Aufholjagd in Lauf 1 kurz vor Schluss die Segel streichen musste. Da half auch der souveräne 2. Platz in Lauf 2 nichts mehr und so musste sich Krimbacher mit Tagesrang 9 zufriedengeben. Besser lief es hingegen für Manuel Geiger, der mit 2 soliden Fahrten Tagesrang 2 holt und damit Felix Stuppner in die Schranken weisen kann, der im 2. Lauf nicht so in Schwung kam. Trotz Anmeldestress und sonstiger Vereinsarbeiten fand Michael Auer dazwischen noch Zeit sich ins Renngeschehen zu stürzen und stellt seine Kawa auf Tagesrang 4 ab, während Tobias Gwercher sich noch den letzten Platz in den Top5 sichert.


   


Damit bleibt nur noch die Super/Inter/HobbyClass, in der sich 117 Fahrer (bei 122 angemeldeten – Schwund!?!) über den Sonntag verteilt tummelten. Auch hier wieder dasselbe Prozedere wie in der MX2 – Zeittraining am Morgen und anhand diesem die Einteilung in die gleichwertigen Gruppen. Altes, gewohntes Spiel und so waren es für den Auftakt in Kundl 4 Gruppen für die nachmittäglichen Rennen, die mit der HobbyClass BB eröffnet wurde.

HobbyClass BB:
Alexander Mairhofer startete hier bestens in Lauf 1, aber in Lauf 2 lief es dann nicht nach Erwartung. Dennoch reichte es für ihn noch für Tagesrang 2 hinter Michael Völkl, der sich in Lauf 2 an die Spitze vorarbeiten konnte und sich damit auch den Tagessieg sicherte. Hinter den beiden stellten sich Peter Manuel, Laurin Seeber und Klaus Oberegger, mit jeweils ganz gemischten Laufergebnissen. Dies zeigt wieder einmal die Ausgeglichenheit in den Klassen und so soll es auch sein…!

   


HobbyClass AA:
Anders in der HobbyClass AA – hier waren die Top5-Platzierungen in beiden Läufen fast wie betoniert und so stand Florian Kolland in beiden Läufen ganz oben am Podest. Zu ihm gesellten sich Christian Föger, Maximilian Rasch, Anton Schallmeiner mit jeweils identischen Leistungen in beiden Läufen. Nur Hannes Gwiggner konnte sich in Lauf 2 noch verbessern und eroberte damit den letzten Platz unter den Top5.

InterClass:
Es wird ein wenig schneller und auch die Renndistanz um einiges länger – InterClass lautet das Motto und am Ende stellt sich Manuel Steurer mit den konstantesten Leistungen ganz oben auf das Podest. Diese fehlte leider Luca Buschkönig, dem es in Lauf 1 nicht laufen wollte, er sich aber in Umlauf 2 mit Laufsieg umso mehr in Szene setzen konnte. In der Endabrechnung aber zu wenig für einen Topplatz, was sich beim nächsten Mal wohl ändern wird. So bestiegen Marvin Pfeffer und Fabian Hußl das Tagespodest und Luca Geppert samt Marcel Hörhager bilden die Top5 in der InterClass.


 


SuperClass:
Als letzte Klasse im Tagesprogramm beschließt die SuperClass wie die MX2 am Vortag das Rennprogramm und meist wird hier noch einmal so richtig Action und Spannung vom Stapel gelassen. Nicht anders in Kundl – in Lauf 1 zeigt Thomas Neid wieder seine Show und sackt sich den Laufsieg ein, dieses Mal aber nur durch großen Einsatz und jede Menge Kampf. Bis Rennhälfte führt Benjamin Moll mit fulminanten Start die Rennmeute an. Dahinter folgen Richard Kreidl und Luca Harms auf dem Fuße, bis in Runde 10 Neid das Kommando an sich reißen kann. Neid stürmt nach verhautem Start vom 13. Platz kontinuierlich nach Vorne und Harms kann in der vorletzten Runde seinerseits noch Moll abfangen und schnappt sich Laufrang 2.
Pech hingegen für Stephan Einsiedler, den es in der 3. Runde aus dem Rennen wirft und nun in Lauf 2 noch motivierter ins Rennen startet. Mit optimalem Start sprintet er an die Spitze und ab da entbrennt der Kampf mit Thomas Neid, der ihm mit ebenfalls gutem Start im Nacken hängt. Einsiedler leistet sich jedoch keine Schwäche und entreißt Neid damit seinen ersten Laufsieg des Wochenendes. In der Tagesabrechnung kann Neid aber niemand den Tagessieg streitig machen.
Dahinter erkämpfen sich Luca Harms und Manuel Geiger die weiteren Podestplätze, während sich Benjamin Moll und wieder Michael Auer in die Top5 stellen.




Der MC Kundl hat wieder einmal ein denkwürdiges Rennwochenende auf die Beine gestellt, die keine Wünsche offen ließ. Trotz der mehr oder weniger schlechten Wettervoraussagen (die dankeswerterweise nicht ganz so eingetroffen sind…) bzw. der starken Regenfälle im Vorfeld, hat der Verein eine mehr als bestens präparierte Strecke präsentiert und diese auch über das ganze Wochenende so gehalten. Auch sonst lief alles gewohnt reibungslos und mit Ruhe und Übersicht über die Bühne. Man kann dem Verein nicht genug Lob und auch Dank für die gebotene Leistung, vor allem in diesen Zeiten, aussprechen. Gerade wenn man an die weiteren Aussichten/Verlauf im KINI Alpencup 2022 schaut. Die Absagen von Arco und St. Anna verdeutlichen dies auf schmerzliche Weise. Halten wir die positiven Energien von Kundl aufrecht und Blicken auf Rietz und Pfitsch im Herbst. Vielleicht ergibt sich ja doch noch etwas dazwischen – die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt!!

  See you & keep on riding! - OrgCom of KINI Alpencup

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