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NEWS
18. Okt 2017 22:15 Uhr
Pfitsch - der Bericht..!!
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...einige Tage, ja sogar Wochen sind bereits vergangen, seit von den Hängen im Pfitschertal lautes Motorengebrüll wiederhallte und Viele, Viele ins idyllische Hochtal strömen ließ. Jetzt endlich die Zusammenfassung der Ereignisse:

 


KTM KINI Alpencup17 - Val di Vizze - Pfitschertal
Die Organisatoren des ASV Pfitscher Eisbaer hauten sich ordentlich ins Zeug und präsentierten eine Strecke, die sich perfekt ins vorhandene Gelände einschmiegte und vom Highspeed bis Steilhang alles zu bieten hatte - fast schon Natur pur. Dazu kommt der unachahmliche Sandboden im Hochtal von Pfitsch, der dem ganzen die besondere Würze gibt. 4th. Race zum KTM KINI Alpencup und an die 390 Fahrer strömten nach Pfitsch und ließen den Talboden zwei Tage erzittern.


Samstag - Tag 1: Herantasten gab es keines...
Bereits am Samstag volles Haus und von den MasterPro bis zu den 50ccm alle Klassen bereit die "Pfitscher Sandbahn" unter die Räder zu nehmen. Ab dem ersten Training ist eines klar – Gas ist alles und wer zögert kommt in Schwierigkeiten. Aber Zauderer gibt es vor allem unter den Südtiroler Gastreibern selten und so wurde geballert was das Zeug hergab...



50ccm - Kleine Tiger am Gashahn...
Leo Happ und Elias Kowald lieferten sich zwei Rennen auf Augenhöhe mit jeweils einem Laufsieg pro Kontrahenten. Im zweiten Lauf zog Kowald die Schraube nochmals ein wenig an und mit dem Laufsieg holt sich der Kärntner auch den Tagessieg vor Leo Happ. Der Italiener Frederico Bilgeri springt ebenfalls noch auf das Podest der Tageswertung und Roman Böhm mit Liam Regele stellen die Top5 Racer in der 50ccm-Klasse, die auf einer etwas verkürzten Runde ihre Bahnen zogen und bereits sehenswert am Gashahn drehten.

65ccm – Big Future...
Bei den 65ern machte Kilian Soder mit zwei Laufsiegen den Sack zu und holte die Tageswertung mit der Maximalpunktzahl. Ganz so einfach machten es ihm aber seine Kontrahenten nicht und speziell in Lauf 2 war vorerst Paul Bichler rundenlang in Führung, bis Soder nach Runde 6 noch einen Gang zulegen konnte und an Bichler vorbeizog. In der Tageswertung Kilian Soder vor Andreas Hölzl und Paul Bichler, die allesamt das große Potential der 65er aufblitzen ließen.



ProSenior –  der Grüner Ritter macht keine Gefangenen...
Großer Favorit der Klasse wie immer "Neueinsteiger" Martin Bechter, aber mit Localhero Peter Gurndin, Hubert Schöpf und Franz Martin doch nicht ganz die "gmahte Wiesn", wie es schien. Die genannten hatten nicht die erwarteten Läufe und so zog MBmotors-Cheffe Martin Bechter wie üblich seine sauschnellen Runden und bot zum Gaudium des Publikums bei der Steilabfahrt mit seinen Bergab-Sprüngen ein großes Spectacolo. In der Tageswertung klare Sache für Bechter, vor Gurndin und Schöpf, die diesen zumindest in der Partywertung geschlagen haben dürften.....



MasterPro – beeindruckend schnell, spektakulär fit....
Ein altbekannter Kämpfer steht in Südtirol meist ebenfalls am Gatter und dreht wie in jungen Tagen am Gashahn - Christoph Gatscher, mittlerweile mehr mit seiner Tochter Eva-Maria in der Italienischen Meisterschaft unterwegs, stellt sich ebenfalls dem Sandkurs in Pfitsch und lehrt mal wieder allen das Fürchten. Große Show boten dabei Erich Schiefer und Norbert Lantschner, die sich mit Gatscher einen Fight auf Augenhöhe lieferten und bis Zielflagge alles offen hielten. Am Tagesende Gatscher vor Erich Schiefer und Norbert Lantschner. Stefan "Enduro Alpini" und Robert “Yellow Angels” Binder runden die Top5 ab.

 


MX2 Jugend – What kind of a Blast...
Am Scoreboard leuchtet Max Ratschiller am hellsten mit zwei Laufsiegen. Dahinter steht aber eine rasante Geschichte mit Ratschiller und Georg Stolzlechner samt Julian Seebacher und Felix Stuppner verteilt auf zwei Läufe, die alles boten. Perfekter Start/Ziel-Sieg in Lauf 1 für Ratschiller, während sich Stolzlechner nach dem Start gerade noch in den Top10 fand und daraufhin hart am Gas Gegner für Gegner einsaugte, was ihn noch auf Platz drei brachte. Dazwischen verteidigte Julian Seebacher seinen Platz und für die Tageswertung schien alles offen, zumal Stolzlechner in Lauf 2 gewaltig losstürmte und sich mit Ratschiller die Runden um die Ohren hauten, bis sich Ratschiller in Runde 6 durchsetzen konnte und die Führung ins Ziel mitnahm. Felix Stuppner noch vor Seebacher im Ziel von Lauf 2, in der Tageswertung jedoch nicht genug. Seebacher holt das letzte Podium, während Ratschiller von der höchsten Stufe lächelt und Stolzlechner mit seiner grandiosen Fahrt in Lauf 1 noch auf Platz 2 der Tageswertung kommt.



MX2 – mehr geht immer....
Sagenhaftes Tempo, atemlose Action, spektakuläres Racing und beste Werbung für den Sport. Kurz und auf dem Punkt. Die schnellste Klasse des Tages erfüllte in jeder Hinsicht die Bezeichnung und lieferte einmal mehr den Beweis dazu. On Top einmal mehr Vollblutracer Luca Borz mit zwei lupenreinen Laufsiegen, sehenswerten Fahrten und über jeden Zweifel erhaben, sackt der Italiener die Tageswertung ein. Dahinter schrauben Jakob Thurner und Tobias Ebster ebenfalls spektakulär am Gashahn und lassen keine Langeweile aufkommen. In den Läufen mischen sich noch Thomas Neid, Michael Auer, Hannes Hotter, Nicola Borz, Stephan Einsiedler und Christian Löffler mit ein ins allgemeine Geschehen und boten den zahlreichen Zuschauern jede Menge Gründe für große Augen.


Nach so viel Action, Adrenalin usw. konnte der Tag nur in einer “gwaschenen” Siegerparty gipfeln, die unterstützt von der martialischen Band und einigen Cuba Libres irgendwann dann für jeden den Tag beendete. Sollten sich unter den Lesern auch die WC-Vernichter befinden: Shame on you, Pfui Teifel und am Ende siegt die Gerechtigkeit...

 


Sonntag – Tag 2: Hangover but not over...
Ein Summen, Brummen, Hummeln lag über dem Tal und schwoll an zu einem tiefen, lauten Grollen - die Dinge kamen ins Rollen, nahmen ihren Lauf und steigerten sich bis zum ersten Lauf der SuperClass, bei dem es zu einem abrupten Ende kam - dazu aber später, erst mal der Reihe nach….

Der tapfere Michael Kinkelin sah sich am Sonntag Morgen einer Invasion von 220 Fahrern an der Anmeldung gegenüber, meisterte auch diese Aufgabe mit Bravour, nur um sich wenig später denselben am Vorstart für die TP-Montage neuerlich zu stellen. Wie Kinke standen auch alle anderen Helfer ihren Mann/Frau und trotz dem einen oder anderen Hangover ging es auch an Tag 2 munter weiter. Ganz so lustig entwickelte sich der Tag dann aber doch nicht, bot er doch neben wirklich rasanten Rennen auch zwei Hubschraubereinsätze nach heftigen Abgängen am Steilhang, der daraufhin aus dem Programm genommen wurde. Und überhaupt hatte die Rettungsmannschaft am heutigen Tage einiges zu tun - die Rettungskette funktionierte auf jeden Fall und das muss auch einmal gesagt werden. Die Verletzten nach letztem Bekunden Gott sei Dank schon wieder auf dem Weg der Besserung, denn die beiden „Rundflugkandidaten“ hatte es im Nachhinein doch ordentlich erwischt. Hier sei der Umsicht und Genauigkeit der Rettungsmannschaft gedankt, die alle Einsätze mit höchster Professionalität durchgeführt haben, auch wenn es dadurch zu gröberen Verzögerungen kam. Ein Dank an dieser Stelle auch an die geduldigen Fahrer, die die Unterbrechungen anstandslos abwarteten und den geänderten Zeitplan/Ablauf genau einhielten. Dadurch lässt sich dann auch erst so ein Tag abwickeln und Spaß an der Sache haben…..

 


85ccm – Little Big Man…
Läuft einem Johannes Wibmer über den Weg, würde man nicht unbedingt einen knallharten Racer hinter dem engelsgleichen Blondschopf vermuten. Einzig das verschmitzte Lächeln und der drahtige Gang lässt dem geübten Auge das eine oder andere vermuten. Sitzt der Osttiroler jedoch auf seiner KTM und ist gut unter Helm und Crossgwandl getarnt, kommt das wahre Wesen hervor. Gas auf bis Anschlag und keine Gefangenen – sprich Wibmer knallt ab dem Startgatter in Führung und schraubt bis ins Ziel was das Zeug hergibt. Zwei klare Laufsiege und Tagessieg mit Punktemaximum. Dahinter beziehen Fabio Strasser und Fabio Payer in beiden Läufen ihre Positionen, während Patrick Sonnweber auch in Pfitsch fleißig Punkte sammelt und mit Etou Lantschner die Top5 abrundet. Die 85ccm ist einfach eines der Highlights am Sonntag….

Super/Inter/HobbyClass – wer ist der schnellste im Val di Vizze…?
Ganze acht Gruppen brauchte es heute um alle Fahrer im Zeittraining unterzubringen – bei 200 voll motivierten Starten keine Frage, aber bereits im Zeitplan war der Andrang einkalkuliert und der Tag nahm seinen gewohnten Lauf. Am Ende fand ein jeder seinen Platz und die SuperClass spiegelte wie üblich das Who is Who des KTM KINI Alpencups mit dem einen oder anderen „fremden“ pfeilschnellen Fahrer als Tüpfelchen auf dem i. Beste Voraussetzungen für den Nachmittag also - die heranströmenden Zuschauer samt perfektem Wetter, herrlichem Bergpanorama und der guten Stimmung bilden den Rahmen und lassen Großes erwarten…


Die HobbyClass AA startet nach den 85ccm den Nachmittag für die „Großen“ und Christian Graber und Daniel Bals liefern sich einen harten Fight um die Spitze, wobei Daniel Bals ein beeindruckendes Tempo vorlegt. Ein wenig zu schnell für die HobbyClass und so wird dieser Lauf für Bals aufgrund der 7sec. Regel gestrichen und er steigt nach Absprache für den nächsten Lauf in die InterClass auf. Graber schrammt dabei ebenfalls knapp an der Regelung vorbei und holt sich damit Lauf 1 vor Marvin Pfeffer und Philipp Domanegg.



InterClass – Bayern, Bier und Weißwurst…
Bayerntag in der InterClass mit Hubert Schöpf, der sich nach den samstäglichen ProSenior-Race auch hier in die InterClass haut. Spektakulär dabei die Zweikämpfe mit Matthias Geier, der im ersten Lauf lange führt und im zweiten Lauf gegen Rennmitte auf Schöpf aufschließt. Die beiden schenken sich nichts und passieren am Ende nur einen Wimpernschlag getrennt die Ziellinie. Punktemaximum für Schöpf vor Geier und Thomas Bertold, der punktgleich im zweiten Lauf noch den ebenfalls groß auftrumpfenden Julian Seebacher abfangen kann. Für die Zuschauer war es auf jeden Fall ein Leckerbissen und der nächste sollte in Form der SuperClass folgen…


Nach Start von Lauf 1 dann auch gleich die ganz große Show mit sagenhaftem Tempo und Action ohne Ende bis zum Steilhang. Dort war dann ein wenig zu viel Action und einen Fahrer zerlegt es ziemlich heftig, worauf der Lauf abgebrochen wird und den ersten Hubschraubereinsatz erforderlich macht. Daraufhin ziemlich lange Unterbrechung und die Geduld auf die Probe gestellt. Kurzerhand wird ein neuer Ablauf erstellt, der eine Durchführung beider Läufe der SuperClass ermöglicht und auch den Rest des Programmes gewährleistet.

HobbyClass AA bis CC – Volldampf in allen Gassen…
Bis zum Restart der SuperClass gehen die restlichen Hobbyklassen in ihre Läufe und hier steht Laurin Schwetz vor Mischi Alfons und Schorsch Suitner bei den HobbyClass BB auf dem Podium. Bei den HobbyClass CC feiern Sepp Messner samt Christian Föger und Günther Hölzl am Podium während Lauf 2 in der HobbyClass AA die Entscheidung für Christian Graber bringt. Mit aufs Podium stellen sich Philipp Domanegg und Dominik Gleinser, der nach verkorksten ersten Lauf im zweiten volle Eisen zuschlägt und damit noch Platz 3 der Tageswertung holt.



SuperClass – Fast & Furios…
Beim Restart von Lauf 1 der SuperClass stürmt ein gewisser Massimiliano Rizzardi an die Spitze, kann sich aber nicht lange halten und wird von einem an diesem Wochenende groß auftrumpfenden Luca Borz bereits in Runde 2 abgelöst. Borz auf diesem Sandboden eine Macht, lässt sich den Sieg nicht mehr entreißen und hält Rizzardi bis ins Ziel auf Distanz. Um den letzten Podestplatz entbrennt ein Zweikampf zwischen Jakob Thurner und Tobias Ebster, den Ebster spektakulär zwei Runden vor Schluss für sich entscheiden kann.

Lauf 2 beginnt mit einem Holeshot von Luca Borz und das war es dann auch schon für alle Siegeswilligen. Borz an diesem Tage nicht zu schlagen, holt sich der Italiener auch Lauf 2 und damit einmal mehr den Tagessieg. Dahinter vorerst wieder Rizzardi, der aber ab Runde 4 Federn lassen muss. Die auftrumpfenden Jakob Thurner und Tobias Ebster wollen einen Podiumsplatz. Thurner zieht in Runde 5 als erster an Rizzardi vorbei und Ebster folgt eine Runde später und kann den Platz knapp vor Rizzardi bis zum Ende halten. Damit fast einmalige Konstellation mit drei Fahrern punktgleich, wobei Thurner durch Lauf 2 die Nase vorne hat, Ebster holt noch Platz drei und Rizzardi muss sich mit Platz vier zufrieden geben. Dahinter holt sich Clemens Neurauter mit Top5 genügend Punkte ab um die Führung in der Gesamtwertung zu übernehmen.



Trotz Abbruch, langer Unterbrechungen, Neustart und Umbau des Zeitplanes blieb die Spannung erhalten und die Rennläufe boten alles für große Augen, atemloses Staunen und jede Menge zum Erzählen für die kommenden, langen Winternächte…Pfitsch war mit jeder Faser zu erspüren und mit allen Wenn und Abers auf jeden Fall etwas Besonderes. Hoffen wir auf eine Fortsetzung durch den ASV Pfitscher Eisbaer im Frühjahr 2018…!!

Ergebnisse: Ergebnisse Pfitsch 2017
Meisterschaftsstand 2017: KTM KINI Alpencup Championship 2017
Fotos Pfitsch: Photos Google - Pfitsch 2017


Bericht von Kundl II und Abschlussbericht folgen auf dem Fuss....-)))

See you & keep on riding!


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